Page 14 - Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern, Januar-Ausgabe 2025
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AUS DER KAMMER



           Kammerversammlung mit emotionalen

           Themen




           Die  Bundesrat-Entscheidung  zum  Krankenhausversorgungs-
           verbesserungsgesetz (KHVVG) lag erst wenige Stunden zurück.
           Für Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) war die Kam-
           merversammlung am 23. November 2024 der erste öffentliche
           Auftritt, nachdem feststand, dass das Gesetz wie geplant zum
           1. Januar 2025 in Kraft treten kann. Die Ministerin stimmte im
           Bundesrat für das Gesetz, ohne den Umweg über den Vermitt-
           lungsausschuss, wo es vermutlich begraben worden wäre.

           Vor dem berufspolitischen Teil erfolgte jedoch ein besonderer
           Tagesordnungspunkt: Zum ersten Mal wurden in diesem Rah-
           men drei Ehrennadeln an ärztliche Kolleginnen und Kollegen
           verliehen, die sich in besonderer Weise in der Selbstverwaltung
           verdient gemacht haben. Mit Unterstützung von zehn Ärztinnen
           und  Ärzten  fiel  die  Entscheidung  auf  Dr.  Christiane  Frenz,
           Dr. Henning Wiegels sowie Dr. Wilfried Schimanke. Von den
           zu Ehrenden war aus Zeitgründen jedoch nur Dr. Wiegels anwe-  Dr. med. Henning Wiegels (Jahrgang 1943) ist Facharzt für
           send, der persönlich und unter stehenden Ovationen vom Prä-  Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Facharzt für Phoniatrie
           sidenten Dr. Placke ausgezeichnet wurde. Die Laudatio für Dr.   und Pädaudiologie. Er gehört zu den Gründungsmitglie-
           Wiegels lesen Sie auf Seite 27. Im nächsten Heft folgt die Lauda-  dern der Ärztekammer M-V und engagiert sich von Beginn
           tio für Dr. Schimanke; die für Frau Dr. Frenz ist bereits im Heft   an in verschiedenen Ausschüssen, Fachkommissionen, in
           12/24  S.  453  erschienen.  Auf  der  kommenden  Kammerver-  der Kammerversammlung sowie in den Gremien der Ärz-
           sammlung werden die Ehrennadeln an Dr. Schimanke und Frau   teversorgung. Für sein außergewöhnliches Engagement
           Dr. Frenz überreicht.                                   zeichnete der Präsident ihn mit der Ehrennadel der Ärzte-
                                                                   kammer M-V aus. Dr. Wiegels beschreibt die Zusammen-
           Nach der Ehrung von Dr. Henning Wiegels und dem Lagebericht   legung der Ärztevereinigungen vor der Wende, die zur
           von Präsident Dr. Jens Placke (siehe Editorial) fasste die Minis-  Gründung der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
           terin in ihrem Grußwort die letzten Monate zusammen und gab   führten,  als  seinen  berufspolitischen  Höhepunkt. Er
           einen Ausblick auf die kommenden. Sie dankte der Kammer für   wünschte allen ein weiteres erfolgreiches Arbeiten, dank-
           ihre Unterstützung während des gesamten Gesetzgebungspro-  te allen Mitarbeitenden der Geschäftsstelle und insbeson-
           zesses und schätzte die Zusammenarbeit als ausgewogen und   dere dem Satzungs- und Berufsordnungsausschuss, dem
           ausgesprochen konstruktiv ein. Vorschläge des Vorstandes sei-  er jahrzehntelang vorstand.                                          Foto: K. Sass
           en seitens des Ministeriums sehr positiv aufgenommen wor-
           den. Jetzt gelte es, in Hinblick auf die Ausgestaltung des KHVVG
           das Beste für unser Bundesland daraus zu machen und die Re-  heitsminister Karl Lauterbach (SPD), hielt sie bei aller Kritik zu
           gelungen in die Krankenhausplanung zu integrieren. Vollends   Gute, dass dieser „unerschrocken an seiner Vision“ festgehalten,
           zufrieden sei sie mit dem KHVVG nicht, sagte sie. Jetzt gehe es   aber auch an „der einen und anderen für uns wichtigen Stelle Ein-
           aber darum, alle „Standorte mit Leben zu erfüllen“. Dafür müss-  sicht gezeigt“ habe, so beispielsweise bei der Zusage für dauer-
           ten  jetzt  die  Leistungsgruppen  festgelegt  werden.  Finanziell   hafte Sonderzuschläge und Ausnahmemöglichkeiten bei Min-
           bekommen die hochdefizitären Kliniken nun etwas Spielraum   destvorhaltezahlen.  Im  Bundesrat  haben  Mecklenburg-Vor-
           durch die Vorhaltevergütung und die Gelder aus dem Transfor-  pommern, Niedersachsen, Hamburg eine Entschließung einge-
           mationsfonds. Strukturelle und personelle Veränderungen wer-  bracht, die drei Punkte vorsieht: 1. Die Forcierung der Entbüro-
           den  dennoch  spürbar.  Ihrem  Parteikollegen,  Bundesgesund-  kratisierung, 2. Die Umsetzung der Mindestanforderungen bei


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