Page 10 - Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern, Januar-Ausgabe 2025
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WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
Eigene Zahlen Zusammenfassung:
Das schwergewichtige Problem der Adipositas bleibt eine Do-
mäne der Chirurgie, auch neue medikamentöse Therapieansät-
ze (die z.T. noch als Lifestyle eingeordnet werden) reichen nicht
aus, um die Adipositas III. Grades dauerhaft zu heilen. Dennoch
sind eine begleitende multimodale Betreuung und Präventions-
programme essentiell. Nachfolgeoperationen sind häufiger als
gemeinhin angenommen, was die Chirurgie in ihrem definitiven
Charakter schwächt. Die operative Versorgung der Patienten
nach Gewichtverlust mit erheblichem Überhang an Haut/Un-
terhaut ist ein zusätzliches relevantes Folgeproblem. Dies wird
in Zukunft, v.a. in Anerkennung der Tatsache der immer häufi-
geren bariatrischen Eingriffe, das Gesundheitssystem zuneh-
Abb. 3: Entwicklung der Eingriffszahlen in der Klinik und Poliklinik für mend beschäftigen und belasten.
Allgemein-, Viszeral-, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie
des Adipositaszentrums der Universitätsmedizin Rostock (UMR).
Oberarzt Dr. med. M. Philipp
Chirurg und Viszeralchirurg
Leiter Arbeitsbereich Minimalinvasive, Hernien-,
Endokrine und Adipositaschirurgie
Klinik und Poliklinik für Allgemein-,
Viszeral-, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie
Chirurgische Universitätsklinik Rostock
Abb. 4: Verteilung der OP-Verfahren in absoluten Zahlen, 2020-2024
n=156 (Stand 11/24) Schillingallee 35 | 18057 Rostock
Tel.: 0381 494-146174
Fax: 0381 494-6002
Abb. 5: Follow-up bezüglich der Adhärenz der operierten Patienten
(n=134) zu den angebotenen Nachsorgeterminen im Adipositaszent-
rum der UMR im Zeitraum 2020-2024.
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