Page 7 - Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern, Januar-Ausgabe 2025
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WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
Es sollte gewährleistet sein, dass die ggf. daraus
resultierenden Korrekturen der Substitutionen
mit (Multi-)Vitamin-Präparaten und Spurenele-
menten (Supplementation) entsprechend emp-
fohlen und kommuniziert werden. Trotz seltener
Fälle von Mangelzuständen, deren Kinetik sich
meist langsam und verzögert zeigt, muss in dieser
Situation zeitnah und engmaschig nachgesteuert
werden.
Das Vorgehen ist stark abhängig vom operativen
Verfahren. Bei den Bypass-Verfahren wird durch
die Konfiguration der alimentären und biliären
Schlinge die Streckenlänge des gemeinsamen Ver-
dauungstraktes (sog. common channel) bestimmt.
Je kürzer dieser Dünndarmabschnitt konfiguriert
ist, umso effektiver ist die Gewichtsreduktion, al-
lerdings steigt auch das Risiko einer entgleisten
Abb. 2: Postoperative Laborbestimmungen abhängig vom OP-Verfahren. Malabsorption und Malnutrition.
Quelle: S3-Leitlinie: Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen 2018 Patienten sollten daher einen Ausweis zum durch-
geführten Verfahren bei sich führen, die Epikrise
sollte zudem explizit Auskunft über die Konfigura-
Zentrales Element ist der Kontakt zu einem Adipositas-Chirur- tion des Magen-Bypasses (Schlingenlänge) enthalten, da hier
gen, im Idealfall direkt mit dem Operateur. Die notwendigen zwischen proximalen und distalen Bypass-Verfahren unter-
Blutentnahmen mit den Laborbestimmungen (Abb. 2) können schieden wird. Dies erscheint uns an dieser Stelle erwähnens-
hier ebenfalls erfolgen, aber auch vom Hausarzt/Facharzt über- wert, da Patienten zunehmend durch Zuzug eine Anbindung in
nommen werden. Aktuell werden die Kosten für die Vorstellun- einem heimatortnahen Adipositaszentrum suchen und die
gen und Untersuchungen im Rahmen der Nachsorge nach ei- stattgehabte Operation bereits viele Jahre zurückliegen kann.
nem bariatrischen Eingriff nicht von der Krankenkasse über- Eine weitere wichtige diagnostische Maßnahme, die im Rah-
nommen. Auch dieses Defizit sollte im Zweifel vom Zentrum men der Kontrollen im Nachsorgeprogramm angeboten wer-
kompensiert werden. den sollte, stellt die Endoskopie als Ösophagogastroskopie dar.
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